erstellt am: 18.10.26 Begriffswirrwarr mit schalem Beigeschmack für Betroffene Das Wichtigste in Kürze Es gibt zwei Leitlinien-Welten. Die deutsche Magen-Darm-Medizin sieht Stillen Reflux als Anhängsel der Refluxkrankheit und verschreibt Säureblocker. Die europäische HNO-Medizin sieht eine eigene Erkrankung und beginnt mit Ernährung und Stressresilienz. Du stehst dazwischen, ...
Stiller Reflux
Das Krankheitsbild „Stiller Reflux“ hält nur langsam Einzug in die Sprechzimmer der Gastroenterologen. Symptome außerhalb des Verdauungstraktes wurden lange nicht mit der Refluxkrankheit oder ihrer „stillen“ Schwester in Verbindung gebracht.
Der Reflux von Mageninhalt, den wir alle als Sodbrennen kennen, kann auch gasförmig erfolgen. Das macht ihn sehr viel beweglicher als den Reflux in flüssiger Form: Gas breitet sich schneller aus, steigt weiter auf und hinterlässt in der Speiseröhre keinen Flüssigkeitsfilm – deshalb fehlt das Brennen.
Der obere Speiseröhrenschließmuskel hält es nicht auf. Im Gegenteil: Er öffnet gezielt für Gas, denn genau das ist seine Aufgabe. So gelangt das Refluat bis in Rachen und Nasennebenhöhlen, wird teilweise eingeatmet und reizt die empfindlichen Schleimhäute in Hals, Nebenhöhlen und Lunge.
Und hier liegt das Fatale am Stillen Reflux: Das Gas trägt Pepsin mit sich, ein Enzym, das im Magen Eiweiße verdaut. Die Pepsine lagern sich in die Zellen der Schleimhäute ein, und sobald wir etwas Saures zu uns nehmen, reaktiviert die Säure sie – sie beginnen von Neuem zu tun, wozu sie geschaffen sind.
Kurz gesagt: Stiller Reflux kann sich im Herbst verstärken, weil mehrere Belastungen zusammenkommen: Atemwegsinfekte und trockene Heizungsluft reizen die Schleimhaut im Hals, heftiger Husten erhöht den Druck im Bauch, und weniger Licht, Bewegung und Schlaf machen das Nervensystem empfindlicher. Nach einem Infekt kann sich ein Kreislauf ...
Warum es auch Menschen trifft, die Alles richtig machen Die kurze Antwort: Stiller Reflux entsteht nicht allein durch Verhalten. Lifestyle-Faktoren wie Alkohol, späte Mahlzeiten oder Übergewicht bestimmen, wie oft ein Reflux-Ereignis ausgelöst wird. Die körperliche Ausgangslage – Zwerchfellbeweglichkeit, Druck im Bauchraum, Magenentleerungstempo, Medikamente, Bindegewebe, Gewebeempfindlichkeit – ...
Diese Seite sammelt die wissenschaftlichen Quellen, auf denen meine Artikel zur Magensäure und zum Stillen Reflux beruhen — sortiert nach Themen, kurz kommentiert und für medizinische Laien eingeordnet. Ich mache das aus zwei Gründen. Erstens sollst du nachprüfen können, worauf sich meine Aussagen stützen. Zweitens sollst ...
Kurz gefasst 19.08.2026 / 1. Überarbeitung: 29.10.2026 Die verbreitete Erklärung für Stillen Reflux lautet: Der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre ist zu schwach, deshalb steigt Mageninhalt auf. Bei den allermeisten Betroffenen trifft das nicht zu. Der Verschluss steht nicht offen – er öffnet sich kurz und ...
Kurz gefasst Es gibt zwei völlig verschiedene Arten von Aufstoßen. Beim gastralen Aufstoßen entweicht Luft aus dem Magen – ein normaler Reflex, den jeder Mensch bis zu dreißig Mal am Tag hat. Beim supragastralen Aufstoßen erreicht die Luft den Magen nie: Sie wird in die Speiseröhre ...
