Der Zwerchfellbruch ist schuld am Stillen Reflux?

Zwerchfell und Reflux

Der Zwerchfellbruch verursacht ihren Stillen Reflux

Das mag sein, doch was verursacht den Zwerchfellbruch? Diese Frage stellt sich niemand. Dabei wäre sie der erste Schritt in die richtige Richtung. Und ist der Zwerchfellbruch in diesem Falle der einzige Auslöser? Wie gelangt das gasförmige Gemisch aus Salzsäure und Pepsinen bis in die Nasennebenhöhlen?

Wie gelingt es ihm den Kehldeckel zu überwinden und den oberen Speiseröhrenschließmuskel?



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Ist der Zwerchfellbruch etwas, dass man nie wieder loswerden kann?

Nein (in den meisten Fällen), man kann durchaus an dem Problem arbeiten. Außerdem macht nicht jeder Zwerchfellbruch Probleme. Viele Menschen haben einen Zwerchfellbruch und wissen es gar nicht. An der Entstehung eines Zwerchfellbruches sind einige Einflussfaktoren beteiligt. Welche das genau sind, erfahrt ihr im Video!

Kann der Zwerchfellbruch die einzige Ursache für Stillen Reflux sein?

Nein, denn der untere Speiseröhrenschließmuskel und der obere Speiseröhrenschließmuskel müssen für das Entstehen von Stillem Reflux beide in ihrer Funktion eingeschränkt sein. Dabei spielen zwei wichtige Nerven in unserem Körper eine Rolle. 

Genügt es für die Entstehung von Stillem Reflux, dass man einen Zwerchfellbruch hat?

Der Zwerchfellbruch beeinflusst nur die Funktion des unteren Speiseröhrenschließmuskels. Es erfordert aber auch eine Störung des oberen Speiseröhrenschließmuskels um Stillen Reflux zu bekommen. Die Funktion dieses Schließmuskels kann ein Zwerchfellbruch aber nur indirekt, wenn überhaupt beeinflussen.

Kann Stress mitverantwortlich sein, für die Entstehung des Stillen Refluxes?

Ja. Stress lässt Muskeln in unserem Körper verkrampfen, die Einfluss auf die Pfeiler des Zwerchfells nehmen. Dadurch lockert sich die Hiatus-Schlinge und der untere Speiseröhrenschließmuskel wird durchlässiger.

Hierzu findet ihr in diesem Artikel näheres:

https://magenkompass.de/stiller-reflux-und-verspannte-halsmuskeln/

Wenn ihr näheres dazu erfahren wollt, so findet ihr ausführliche Antworten auf diese Fragen im Video.

Quellen:

Vagus nerve stimulation inhibits cytokine production and attenuates disease severity in rheumatoid arthritis,
Frieda A. Koopman, et.al.
https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.1605635113

Identification of cytokine-specific sensory neural signals by decoding murine vagus nerve activity
Theodorus P.Zanos, Harold A. Silverman, Todd Levy, Chad E. Bounton
https://www.pnas.org/doi/full/10.1073/pnas.1719083115

Jonathan V. Wright, M.D.& Lane Lenard, Ph.D.: Ein Lob der Magensäure.
ISBN:978-3-944887-29-6, Mobiwell-Verlag, Immenstadt

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Johnston N, Dettmar PW, Bishwokarma B, Lively MO, Koufman JA. Activity/Stability of Human Pepsin: Implications for Reflux Attributed Laryngeal Disease. The Laryngoscope. 2007;117(6):1036-1039. doi:10.1097/MLG.0b013e31804154c3

https://biermann-medizin.de/stimulation-des-vagusnerven-beeinflusst-den-magen/?cn-reloaded=1

Eherer Aj, Netolitzky F, Högenauer C, Puschnig G, Hinterleitner TA, Scheidl S, Kraxner W, Krejs GJ, Hoffmann KM. Positive effect of abdominal breathing exercise on gastroesophageal reflux disease: a randomized, controlled study. Am J Gastroenterol 2012; 107: 372-378 (doi:10.1038/ajg.2011.420)
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22146488/

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Koufman JA (1991) The otolaryngologic manifestations of gastroesophageal reflux disease (GERD): a clinical investigation of 225 patients using ambulatory 24-hour ph monitoring and an experimental investigation of the role of acid and pepsin in the development of laryngeal injury. Laryngoscope 101:1–78

Johnston N, Wells CW, Samuels TL et al (2010) Rationale for targeting pepsin in the treatment of reflux disease. Ann Otol Rhinol Laryngol 119:547–558

Vagus Nerve Stimulation

Diaphragmatic dysfunction

Origin and prevalence of the accessory phrenic nerv: A meta-analysis and clinical appraisal

The human phrenic nerv serves as a morphological conduit for autonomic nerves and innervates the caval body of the diaphragm