Das Wichtigste in Kürze PPIs (Säureblocker) wirken bei Stillem Reflux in Studien oft kaum besser als ein Scheinmedikament – Säure ist eben nur ein Teil des Problems Die Ernährungsumstellung ist in den meisten Fällen der wirksamste erste Schritt Je nachdem welcher Arzt zuerst aufgesucht wird, fällt ...
Stiller Reflux
Das Krankheitsbild „Stiller Reflux“ hält nur langsam Einzug in die Sprechzimmer der Gastroenterologen. Symptome außerhalb des Verdauungstraktes wurden lange nicht mit der Refluxkrankheit oder ihrer „stillen“ Schwester in Verbindung gebracht.
Der Reflux von Mageninhalt, den wir alle als Sodbrennen kennen, kann auch gasförmig erfolgen. Das macht ihn sehr viel beweglicher als den Reflux in flüssiger Form: Gas breitet sich schneller aus, steigt weiter auf und hinterlässt in der Speiseröhre keinen Flüssigkeitsfilm – deshalb fehlt das Brennen.
Der obere Speiseröhrenschließmuskel hält es nicht auf. Im Gegenteil: Er öffnet gezielt für Gas, denn genau das ist seine Aufgabe. So gelangt das Refluat bis in Rachen und Nasennebenhöhlen, wird teilweise eingeatmet und reizt die empfindlichen Schleimhäute in Hals, Nebenhöhlen und Lunge.
Und hier liegt das Fatale am Stillen Reflux: Das Gas trägt Pepsin mit sich, ein Enzym, das im Magen Eiweiße verdaut. Die Pepsine lagern sich in die Zellen der Schleimhäute ein, und sobald wir etwas Saures zu uns nehmen, reaktiviert die Säure sie – sie beginnen von Neuem zu tun, wozu sie geschaffen sind.
Ist Stiller Reflux eine schwierige Diagnose? Viele Betroffene von Stillem Reflux haben kaum eine Chance eine eindeutige Diagnose zu bekommen. Und auch die Behandlung bleibt dadurch auf der Strecke. Meist werden sie mit ihren Beschwerden von Facharzt zu Facharzt weitergereicht und hören immer wieder: >Sie haben ...
Neufassung — 03.09.2026 Wer bei Stillem Reflux auf das Thema Magensäure stößt, landet schnell bei der Frage: Wie bekomme ich meine Säureproduktion wieder hoch? Das ist die falsche Frage. Sie überspringt den entscheidenden Schritt. Bevor man überlegt, wie sich etwas ankurbeln lässt, sollte man verstehen, warum ...
Stiller Reflux geht auf die Psyche? letzte Überarbeitung: 15.09.2025 Unsere Psyche beeinflusst die Funktion des Verdauungstraktes. Das ist schon länger bekannt. Doch in welchem Zusammenhang stehen Reflux und die Darm-Hirn-Achse? Nach und nach versteht die Medizin immer besser, wie sich negative Emotionen und Stress auf die ...
Das Wichtigste in Kürze Stiller Reflux hat fast nie nur eine Ursache. Meist greifen Muskulatur, Nervensystem, Verdauung und Darm ineinander. In der Regel ist nicht der Verschluss am Mageneingang defekt. Er öffnet sich reflexhaft – entscheidend ist, wie oft das ausgelöst wird, wie weit das Aufsteigende ...
Einleitung Zum Thema Ernährung bei Stillem Reflux herrscht reichlich Unsicherheit. Eiweißarm oder doch eiweißreich, was ist denn nun eigentlich sauer und was nicht und hat man denn nun auch Reflux, wenn man Stillen Reflux hat, obwohl man gar kein Sodbrennen bei sich verspürt, sondern ganz andere ...
