Die PPI-Falle: Machen Säureblocker süchtig?

Diagnose Reflux

Sind wir alle in die PPI-Falle getappt? Machen Säureblocker süchtig? Sind die Nebenwirkungen tatsächlich so gravierend?
 Wir kennen es alle, das mulmige Gefühl wenn wir morgens unseren “Magenschutz”, wie ihn unser Gastroenterologe liebevoll nennt, einnehmen.
Jeden Morgen fragen wir uns: Muss ich das Zeug wirklich für immer nehmen? Und dann erinnern wir uns an die drei schlaflosen Nächte, als wir einmal versucht haben, unseren ‘Freund’ mit dem Nachnahmen “prazol” nicht mehr zu nehmen. Das war nicht unsere beste Idee, denn wir hatten all die Beschwerden, gegen die er uns einmal verschrieben worden war plötzlich wieder! Das Sodbrennen quälte uns Tags und vor allem nachts und das Aufstoßen und die Übelkeit waren auch wieder da, nur schlimmer als vorher. Drei Tage quälten wir uns so herum, weil uns immer wieder dieser Artikel einfiel, in dem wir über all die unerfreulichen Nebenwirkungen unseres “Magenschutzes” gelesen hatten. Aber spätestens am vierten Morgen gaben wir auf und nahmen ihn wieder, unseren ‘Freund’ namens Omeprazol, Pantoprazol, Lansoprazol, Rabeprazol oder Esomeprazol. Und es ging uns recht schnell besser, die Quälerei hatte ein Ende! 
Wenn da nicht diese Nebenwirkungen wären, die unser Arzt ganz unerwähnt lies, die uns nun jeden Morgen dieses mulmige Gefühl verschaffen, wenn wir ihn wieder herunterschlucken, unseren “Magenschutz”! Und irgendwie machen die PPI’s ja wohl auch süchtig, oder doch nicht?
Doch es gibt Wege, Protonenpumpeninhibitoren abzusetzen.

PPI - Säureblocker - Wie wirken sie?

Protonenpumpenhemmer drosseln die Produktion von Magensäure. Die Protonenpumpe ist nichts anderes als ein Enzym in den Belegzellen der Magenschleimhaut. In den Belegzellen findet die Produktion von Salzsäure statt und die Protonenpumpe transportiert die Säure hinaus in den Magen. Wird die Protonenpumpe durch Medikamente gehindert die Säure in den Magen zu transportieren, sinkt dort der Gehalt an Säure.
PPi’s wirken also anders als Antazida, die die Magensäure direkt und vor allem sofort neutralisieren. Protonenpumpenhemmer werden erst im Darm resorbiert. Von dort gelangen sie mit dem Blutstrom in die Magenschleimhaut und damit auch in die Belegzellen und werden aktiv, indem sie die gebildete Säure blocken.
Alles was mit “Nachnamen”>>-prazol heißt, geht dieser Profession nach! Die Handelsnamen können jedoch ganz anders lauten, z.B. Nexium, Antra MUPS, Rifun, Lanzor u.s.w.

Die 9 schlimmsten Nebenwirkungen von PPI's

Wenn wir einen Blick auf den Beipackzettel unseres Medikamentes zum Schutz unseres Magens werfen und nach der Liste der Nebenwirkungen suchen, werden wir feststellen, das diese Liste vor allem eines ist nämlich ziemlich lang, und wir werden auch schnell bemerken, dass unser “Magenschutz” vor allem eines nicht wirklich tut, nämlich unseren Magen zu schützen.

Nebenwirkung Nr.1 bei Säureblockern: Magen-Darm-Beschwerden

Säureblocker sollen Magen-Darm-Beschwerden lindern. Aber eine der meist verbreitetsten Nebenwirkungen dieser Medikamente sind Magenbeschwerden. Der Beipackzettel spricht lapidar von ‘gastrointestinalen Störungen’. Da ist dann vielleicht das Sodbrennen fort und wird schnell ersetzt durch Blähungen, Magendrücken, Übelkeit, Geschmacksstörungen und oft auch Durchfall. Selbst die ganz großen Geschütze wie ein steigendes Risiko für Magenkrebs bleiben uns nicht erspart, wenn man den sogenannten Magenschutz regelmäßig nimmt.

PPI-Nebenwirkung Nr.2: Die Infektionsgefahr für den Magen-Darmtrakt steigt.

Magensäure hat nicht nur die Aufgabe die Eiweißverdauung möglich zu machen. Sie dient auch dazu Bakterien und andere Krankheitserreger die mit der Nahrung oder dem Wasser oder der Luft in den Magen gelangen abzutöten. Wenn aber durch die Einnahme von PPI die Menge an Magensäure erheblich reduziert wird, funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr ausreichend. Also schwächen PPI’s die körpereigene Abwehr und es kommt häufiger zu Magen-Darm-Infektionen. Gerade der Befall mit gefährlichen Keimen wie Salmonellen oder Clostridium diffizile ist bei Menschen, die PPi’s einnehmen wahrscheinlicher.
Einige PPI’s erhöhen auch das Risiko eine Lungenentzündung zu bekommen.
Aber es kommt noch schlimmer: Das Risiko für eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori steigt ebenfalls erheblich, denn der Keim kann sich in einem weniger sauren Magen besser vermehren. >>Aber werden nicht gerade bei der Bekämpfung von Infektionen mit dem Magenkeim Helicobacter pylori – PPI’s gemeinsam mit Antibiotika eingesetzt? << Wenn ihr das euren Gastroenterologen fragt, wird er sicher nicht so recht wissen, wie er das einem >Laien< erklären soll.

Nebenwirkung Nr.3: Unter Säureblockerbehandlung kommt es vermehrt zu Beschwerden durch Helicobacter pylori.

Helicobacter pylori ist ein Keim, der im Magen lebt. Man macht ihn für Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüre verantwortlich. Seltsamer Weise soll aber fast die Hälfte der Menschheit Wirt dieses Keimes sein ohne das all diese Menschen Magenprobleme hätten.
Es soll auf die Bedingungen im Magen ankommen, besonders den Säuregehalt des Mageninhalts, ob sich das Bakterium unauffällig verhält oder Probleme macht.
Helicobacter pylori ist das einzige Bakterium, das im Magen überleben kann, weil es sich selbst ein basisches Umfeld schafft. Um das zu erreichen, produziert es Ammoniak. Je saurer es also in unserem Magen ist, je schwerer hat es das Bakterium, sich dort zu halten.
Was also geschieht, wenn wir PPI’s einnehmen und mit Helicobacter infiziert sind:

PPI-Einnahme führt zu Verringerung der Magensäureproduktion.

Helicobacter pylori fühlt sich immer wohler und vermehrt sich verstärkt.

Mehr Helicobacter pylori führt zu Erhöhung der Magensäureproduktion als natürlicher Schutzmechanismus.

Je stärker die Magensäureproduktion, desto größer wird die benötigte Dosis an PPI und es entsteht ein Teufelskreis!

Nebenwirkung Nr.4 bei Einnahme von PPI's: Erkrankungen der Nieren

In einer Studie der John Hopkins University in Baltimore aus dem Jahr 2016 wertete Morgan Grams zwei Datenquellen aus. In beiden zeigte sich eine signifikante Steigerung des Risikos an chronischen Nierenleiden zu erkranken, wenn man Säureblocker einnimmt. Nimmt man die PPI zwei Mal täglich ein, steigt die Wahrscheinlichkeit nierenkrank zu werden noch einmal an.

Nebenwirkung Nr.5 bei Säureblockern: schlechte Leberwerte

Säureblocker sind schädlich für die Leber. Im Beipackzettel findet man den lapidaren Hinweis, das es angeraten ist seine Leberwerte nach 6 Monaten ununterbrochener Einnahme kontrollieren zu lassen. Dieses Intervall ist eine mehr oder weniger willkürliche Festlegung und nimmt keinerlei Bezug auf eventuell vorhandene Begleiterkrankungen.

Nebenwirkung Nr.6: Erhöhtes Knochenbruchrisiko

Menschen die bereits unter Osteoporose leiden und somit auch mit einem erhöhten Knochenbruchrisiko leben, sollten genau wie Jene, die mit Kortisonpräparaten behandelt werden, keine PPI einnehmen. Durch die mangelnde Calciumaufnahme unter Säureblockerbehandlung kommt es  zu einer Reduzierung der Knochendichte und somit zu einem höheren Risiko für Wirbelsäulen-,Handgelenks- und Hüftfrakturen.
Generell sollte man bei längerer PPI-Einnahme sowohl Calcium als auch Vitamin D in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nehmen.
Sogar Säuglingen werden die PPI’s immer wieder verordnet. Bei diesen Kindern kommt es im Laufe ihrer gesamten Kindheit immer wieder zu Knochenbrüchen.

Nebenwirkung Nr.7: Säureblocker fördern das Entstehen von Nahrungsmittelallergien

Säureblocker hemmen die Magensäureproduktion und damit steigt der pH-Wert im Magen. Das aber stört die ordnungsgemäße Verdauung von Eiweißen. Eiweiße können aber nur in ausreichend saurem Milieu verdaut werden. Unvollständig verdaute Eiweißmoleküle gelangen in den Darm und werden dort von der Darmschleimhaut aufgenommen und an den Blutkreislauf abgegeben.Da diese Partikel und Moleküle nicht ordnungsgemäß verdaut worden sind, erkennt das Immunsystem sie als Fremdkörper und bekämpft sie wie ein Allergen mit Antikörpern.
>> Es entsteht eine Allergie!<<
Für Menschen, die bereits Allergiker sind, erhöht sich unter PPI-Einnahme das Risiko einen allergischen Schock zu erleiden, wenn sie Spuren ihres Allergens aufnehmen beträchtlich.

PPI-Nebenwirkung Nr.8: Mineralstoffmangel

Die Resorption von Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium, Eisen und Zink wird erheblich gestört, wenn der pH-Wert im Magen steigt. Unter Einnahme von Säureblockern kommt es nicht selten zu Magnesiummangel, der sich hauptsächlich durch Muskelzuckungen, Erschöpfung, Krämpfe, Verwirrtheit und Schwindel zeigt.
Auch Zinkmangel, der eine Fülle von Symptomen nach sich zieht, ist unter Einnahme von Säureblockern häufig. Die wichtigsten Symptome eines Zinkmangels sind brüchige Haare und Nägel, sowie trockene Haut. Calciummangel kann zu einer erhöhten Neigung zu Knochenbrüchen führen.

Nebenwirkung Nr.9 bei Säureblockern: Vitamin B -12-Mangel

PPI’s hemmen die Arbeit der Belegzellen. Die aber stellen nicht nur Magensäure her, sondern auch den Intrinsic-Factor. Das ist ein Enzym, das  für die Aufnahme von Vitamin-B-12 unbedingt nötig ist. ein Mangel an Vitamin-B-12 kann schwerwiegende Folgen haben. Es kann zu Schlafstörungen, Nervosität, Vergesslichkeit und Koordinationsstörungen kommen.
Weitaus gefährlicher ist jedoch die Tatsache, das Vitamin-B-12-Mangel auch zu massiven Schäden am Herz-Kreislaufsystem führen kann.
Vitamin B-12, Vitamin B-6 und Folsäure sind maßgeblich am Abbau von Homocystein beteiligt. Homocystein entsteht bei der Verstoffwechselung von Eiweißen und wird bei gesunder Verdauung problemlos abgebaut.
Fehlt Vitamin B-12 steigt der Homocysteingehalt im Blut und mit diesem auch die Gefahr für eine Verkalkung der Blutgefäße. Findet diese Verkalkung im Gehirn statt, ist Demenz unter Umständen die Folge. Findet sie in der Netzhaut des Auges statt, hat dies Sehstörungen zur Folge, bei Verkalkung der Herzkranzgefäße einen Herzinfarkt.

PPI/Säureblocker>Medikamente die süchtig machen?

Säureblocker produzieren genau das Problem, gegen das sie verschieben werden

Bereits 1996 berichteten Forscher der University of Science and Technology in Norwegen, das PPI’s die Beschwerden verschlimmern, gegen die sie verschrieben wurden, nämlich die übermäßige Bildung von Magensäure.
Gesunde Probanden, die für eine Studie drei Monate täglich 40mg Omeprazol einnahmen und das Mittel dann abrupt absetzten, litten mindestens 2 Wochen unter einer um fast 50% erhöhten Magensäureproduktion. und das, obwohl sie zuvor nie unter Magenproblemen gelitten hatten.
Im Jahre 2010 wurde eine weitere Studie zu diesem Thema veröffentlicht. Die Forscher der Kopenhagener Universität ermittelten, das dieser Effekt sogar schon eintritt, wenn die PPI’s nur acht Wochen eingenommen werden. 44% der 120 zuvor völlig symptomfreien Teilnehmern, die noch nie Sodbrennen hatten, litten nach Absetzen der Säureblocker an Sodbrennen und anderen Verdauungsstörungen.

PPI's machen abhängig

Die Belegzellen der Magenschleimhaut werden von Säureblockern an ihrer Arbeit gehindert. Setzt man nun nach einiger Zeit die Säureblocker wieder ab, kommt es zum sogenannten Reboundeffekt. Die Belegzellen produzieren mehr Magensäure als jemals zuvor. Offenbar greifen die PPI’s tiefgreifend in die Verdauungskaskade ein und setzen Regelmechanismen des Körpers ebenso außer Kraft wie das Zusammenspiel der verschiedenen Verdauungssäfte.
Der Reboundeffekt soll zudem mindestens zwei Monate anhalten, diese Zeitspanne hält kaum jemand durch, ohne nicht erneut wieder zu den PPI’s zu greifen. Also nimmt man diese fragwürdigen Medikamente wieder und wieder und immer wieder und läuft so Gefahr Opfer der oben genannten Nebenwirkungen zu werden.

Wie kommt man nun von der PPI-Abhängigkeit los?

Setzt bitte euren Säureblocker nicht einfach abrupt ab! Wenn euch der Säureblocker vom Arzt verordnet worden ist, dann haltet bitte zunächst Rücksprache, redet über eure genaue Diagnose und auch über Alternativen zum Säureblocker. Schließlich ist euch der PPI ja gegen bestimmte Beschwerden verschrieben worden.
Ihr wollt den Reboundeffekt so gering wie möglich halten und und auch das ursächliche Problem aus der Welt schaffen? Gut, das erfordert nicht nur Geduld, ihr müsst auch bereit sein, die eigene Lebensweise und auch Ernährungsweise zu überdenken.
Säureblocker einzunehmen verführt in vielen Fällen dazu, weiterhin alles zu essen und zu trinken, Hauptsache es schmeckt und macht keine Probleme. Nicht jeder will wahrhaben, dass genau diese Ernährungsweise ein nicht zu unterschätzender Teil des Problems ist. So mancher nimmt dann eben die Nebenwirkungen des Säureblockerkonsums in Kauf.

Wem also die lieb gewonnen Essgewohnheiten und Trinkgewohnheiten wichtiger als sein Gesundheit sind, dem kann auch nicht geholfen werden.
Für alle anderen aber gilt:
Es braucht einen echten Break! Aber es lohnt sich, denn ihr werdet euch endlich wieder gesund und leistungsfähig fühlen!
Vor dem allmählichen Ausschleichen des Säureblockers sollte aber ein Arztbesuch stehen und vor allem eine gründliche Ursachenforschung! Ohne das die Ursache des Sodbrennens behoben wird, ist auf Dauer keine Normalisierung zu erwarten!
Besprecht euer Vorhaben mit eurem Arzt, redet über eventuell vorhandene Erkrankungen, die das Sodbrennen verursachen und versucht gemeinsam mit dem Arzt eine Lösung zu erarbeiten!

 

Fazit

  • PPI’s sollten niemals leichtfertig mal eben so eingenommen werden, auch wenn man sie in niedriger Dosierung in der Apotheke frei kaufen kann. Sie sollten auch niemals einfach eine bequeme Lösung dafür sein, das wir uns ungesund ernähren und mit der Einnahme der PPI’s so weiter wirtschaften können, wie zuvor.

    5 bis 10 Prozent der Bevölkerung in den Industrieländern nehmen PPI’s!
    Aber warum, wenn sie so viele bedenkliche Nebenwirkungen haben?

    Die Antwort ist:

    • Weder Patient noch Arzt nehmen die durchaus bedenklichen Nebenwirkungen wirklich ernst. Sie sind sehr subtil im Auftreten und werden nicht mit der Einnahme von Protonenpumpeninhibitoren in Verbindung gebracht.
    • Außerdem sind PPI’s preiswert und die Pharmaindustrie hat auf diesem Preisniveau nicht anderes anzubieten.
    • Die Pharmaindustrie weiß sehr wohl, das nur bei jedem 3. bis 10. Patienten die Behandlung mit PPI’s zu einer Besserung des Beschwerdebildes führt. Also wird dafür gesorgt, das möglichst viele Patienten Säureblocker einnehmen. Die Pharmavertreter haben dafür ihre Wege und auch Ärzte singen gerne im Chor. Deshalb empfehlen viele nationale und internationale Leitlinien zur Behandlung von Magenstörungen den Einsatz von PPI’s.
    • Die NNT (Number need to Treat), ein statistischer Wert zur Wirksamkeit von Medikamenten, liegt bei PPI’s zwischen 3 und 10, wie oben schon erwähnt, aber nur weil sie so häufig verordnet werden und oft nicht präzise genug dosiert werden.
    • Das wiederum führt auch dazu, das viele Patienten, die mit Säureblockern behandelt werden, gar keine eindeutige Diagnose haben und auch nicht das typische Beschwerdebild aufzeigen, das eine Behandlung mit PPI’s rechtfertigen würde.
    • Ja, es gibt sie, die Patienten mit der eindeutigen Diagnose, die Säureblocker einnehmen sollten. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn per Magenspiegelung eine Refluxösophagitis(Entzündung der Speiseröhre durch aufsteigende Magensäure) mit Veränderungen der Schleimhaut der Speiseröhre festgestellt wird. Aber auch hier sollten die Säureblocker nur vorübergehend und begleitend zur Therapie der Ursache gegeben werden. Leider aber werden PPI’s bedenkenlos an Patienten verordnet, ohne Magenspiegelung und damit ohne eindeutige Diagnose.
    • Hinzu kommen noch all die Fälle der vom Arzt verordneten vorbeugenden Einnahme von PPI’s als Begleittherapie von Schmerzerkrankungen wie Rheuma oder Arthrose und der Gabe von nichtsteroidalen Antirheumatika, die den meisten Patienten nachhaltig die Verdauung ruinieren, ob sie den “Magenschutz” nun nehmen oder nicht. Ähnliches gilt für die Aspirineinnahme zur Herzinfarkt-und Schlaganfallprophylaxe.

     

Quellen:

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